TESTSPIELSIEGE GEGEN SPANDAU UND KUCKUCK
Im dritten Test gewann Optik Rathenow gegen den FC Spandau 06 mit 5:0. Die knapp 100 Zuschauer sahen ein interessantes Spiel mit einigen gelungenen Kombinationen und schönen Toren.
Zu Beginn ließ Trainer Ingo Kahlisch einige Spieler auf der Bank, die sonst in der Startaufstellung standen. Dafür durften der Langzeitverletzte Sven Becker und Dejan Kalan, der teilweise wie entfesselt spielte, über 90 Minuten ran. Der hatte nach 150 Sekunden auch die erste Chance, als er einen Ball abfing. Doch der rechtzeitig herausgeeilte Schlussmann Jens Schulz verhinderte den Torerfolg. Nach zehn Minuten spritzte Matthias Kellner in eine Ecke von Christian Kienle. Im letzten Moment bekam Schulz die Hände an den Ball und lenkte ihn an die Latte. Die Gäste spielten bis zum Strafraum, wenn sie denn soweit kamen, gefällig mit, das Spiel gestaltete der FSV. In der 24. Minute unterband Abwehrspieler Benjamin Bachalz das Zusammenspiel von Michael Puhlmann und Matthias Kellner per Foul. Da dies im Strafraum stattfand, zeigte Schiedsrichter Jan Arndt auf den Elfmeterpunkt. Matthias Kellner ließ sich die Chance nicht entgehen und lochte zum 1:0 ein. Nach 36 Minuten stand es 2:0. Michael Puhlmann erlief einen langen Ball und überlupfte den Torwart. Kurz vor der Pause hatten auch die Spandauer ihre erste große Möglichkeit. Doch Hertwig Marc verzog.
Die zweite Halbzeit begann furios. Der Sekundenzeiger hatte noch keine zwei Umdrehungen gemacht, als Dejan Kalan einen Abpraller volley nahm und zum 3:0 in den Winkel traf. 60 Sekunden später die wohl schönste Kombination des Spiels: Ekin Gündogdu schickte Daniel Pfefferkorn auf links. Der bediente den in der Mitte mitgelaufenen Dejan Kalan; 4:0. Und nach 50 Minuten scheiterte Kalan mit seinem Schuss am Pfosten. Im Gegenzug verfehlte Spandaus Altindag Ümit knapp das Gehäuse von Martin Sengespeick. Dann wieder die Rathenower: Dejan Kalan verlagerte geschickt das Geschehen zu Sven Becker. Der zog einfach von der Strafraumgrenze ab und traf zum 5:0. In der Folge beruhigte sich das Spiel etwas. Die Berliner scheiterten durch Daniel Griebel (67.) und Özkan Inanc (72., 83.). Bei Optik wurden Mario Delvalle durch Till Locker (70.) und Mathias Lettow durch Marcus Benad (75.) am Torerfolg gehindert. Und Daniel Pfefferkorn verfehlte nach zu kurzer Faustabwehr knapp (78.).
"Wir haben heute ein ordentliches Vorbereitungsspiel gesehen." meinte anschließend ein entspannter Ingo Kahlisch. "Ich denke, es war für beide eine gute Trainigseinheit."
Tore:
1:0 Kellner (24./FE)
2:0 Puhlmann (36.)
3:0 Kalan (46.)
4:0 Kalan (47.)
5:0 Becker
Aufstellung: Sengespeick - M. Lettow, Szabo, T. Lettow (46. Delvalle) - Jahn, Kienle (73. Aydin), Becker - Berger (46. Gündogdu), Puhlmann (46, Scholz) - Kellner (46. Pfefferkorn), Kalan
Im vierten Testspiel kam Optik Rathenow beim Aufsteiger zur Brandenburgliga Prignitzer Kuckuck Kickers zu einem klaren 3:0-Erfolg. Ein Sieg in dieser Höhe war nicht unbedingt erwartet worden. Die Pritzwalker Vorortler konnten erstmals in Bestbesetzung antreten. Das heißt, alle vier Polen, die entscheidend zum Staffelsieg beitrugen, waren ebenso im Aufgebot wie die drei Neuzugänge von Oberligazwangsabsteiger MSV Neuruppin. Außerdem hatte Ingo Kahlisch bereits vor der Partie angekündigt, alle anwesenden zum Einsatz zu bringen. Insofern überraschte es schon, wie souverän die Rathenower in Sadenbeck von Beginn an auftraten. Die 80 Zuschauer bekamen so gut wie keine ernsthafte Chance ihrer Elf zu sehen. Ganz anders die Havelländer: Immer wieder wurde das Mittelfeld schnell überbrückt. So auch in der 30. Minute. Till Wedemann spielte im Mittelfeld einen tollen Pass in die Gasse auf Patrik Scholz. Der Torjäger der letzten Saison zog auf und davon und wurde im Strafraum von Torhüter Mario Bock umgerissen. Schiedsrichter Andy Stolzenburg aus Neuruppin entschied auf Gelb für Bock und Strafstoß für Rathenow. "Scholle" trat selbst an und verwandelte sicher zum 0:1.
Kurz nach dem Wechsel wieder Patrik Scholz: Ein Superfreistoß aus zirka 23 Metern aufs rechte Eck. Diesmal zeigte sich Mario Beck von der positiven Seite. Mit einer Flugparade wie aus dem Lehrbuch drehte er das Leder um den Pfosten. In der 64. Minute ein guter Pass in die Tiefe von Michael Puhlmann genau auf Dejan Kalan. Der erneut sehr agile Stürmer tanzte die gesamte Abwehr der Gastgeber aus und wurde im Fünf-Meter-Raum unsanft gestoppt. Wieder Gelb, diesmal für Sylvio Münch, wieder Elfmeter. Erneut trat Patrik Scholz an und traf zum 0:2. Besonders erfreulich, dass die zahlreichen Wechsel keinen Bruch ins Spiel brachten. Der Oberligist blieb Chef auf dem Platz. Für den Endstand sorgte Daniel Pfefferkorn eine Viertelstunde vor Schluss. Einen Anteil hatte aber auch der PKK-Schlussmann, bei dem Licht und Schatten wechselten. Einen Distanzschuss von Andre Zielke ließ Mario Bock prallen, Daniel Pfefferkorn staubte per Kopf zum 0:3 ab. "Gegen einen robusten Gegner war es aus der vollen Belastung heraus schwierig. Danach waren wir haushoch überlegen. Heute wollte ich nochmal durchwechseln. Insgesamt bin ich nach der zweiten Vorbereitungswoche zufrieden," sagte Ingo Kahlisch, bevor er sich bis Mittwoch in den Ostsee-Urlaub verabschiedete. Dann tritt sein Team bei Schwarz-Rot Neustadt an. Der Anpfiff an der Dosse ist um 18.30 Uhr. dn
Tore:
0:1 Scholz (30./FE)
0:2 Scholz (64./FE)
0:3 Pfefferkorn (75.)
Aufstellung: Aydin (46. Sengespeick), Delvalle, Szabo, M. Lettow (46. Becker), Zielke, Kienle (56. Puhlmann), Kellner, Scholz, T. Lettow (66. Jahn), Kalan, Wedemann (65. Pfefferkorn)