0:3 GEGEN BABELSBERG / LETZTER BAUABSCHNITT EINGEWEIHT
Trotz des obligatorischen 8km-Laufs am Vormittag hielt Optik gegen den Regionalligisten aus Potsdam vor 500 Zuschauern von Beginn an gut mit und machte mit Geschick und viel Laufarbeit die Räume eng. So dauerte es eine halbe Stunde, bis Babelsberg zu seiner ersten Chance kam: Shergo Biran hatte abgezogen, doch mit einer Superparade verhinderte Gökhan Aydin das 0:1. Das fiel kurz vor der Pause nach einer fragwürdigen Schiedsrichterentscheidung. Als sich bei einem Einwurf die Rathenower Mannschaft nach vorne orientiert hatte, überstimmte der Mann in Schwarz plötzlich seinen Assistenten und entschied auf Einwurf für die Gäste. Die schalteten blitzschnell, und so konnte Shergo Biran mutterseelenallein auf's Optik-Tor zusteuern und den Führungstreffer markieren.
Kurz nach Wiederanpfiff fiel dann auch noch das 0:2 - Patrick Moritz hatte von halblinks ins lange Eck getroffen. Und nachdem Daniel Pfefferkorn eine Riesenchance zum Ausgleichstreffer vergeben hatte, erhöhte Daniel Frahn im direkten Gegenzug nach einem Sololauf auf 0:3. Keine zwei Minuten später war es erneut Pfefferkorn, der nach blitzgescheitem Anspiel von Patrik Scholz knapp das Tor verfehlte. Nach etwa einer halben Stunde forderte die Hitze und die harte Vorbereitung bei beiden Teams ihren Tribut - das Spiel verlor nun deutlich an Fahrt. Auf beiden Seiten gab es dann noch je eine Chance zu verzeichnen. Für die Gäste vergab Vukadin und beim FSV traf Dejan Kalan nur das Außennetz.
Auf der anschließenden Pressekonferenz zeigten sich beide Trainer sehr zufrieden mit den Leistungen ihrer Schützlinge.
Ratislav Hodul: "Wir haben ein straffes dreiwöchiges Programm hinter uns. Wir haben zwar heute keinen schönen Fußball gespielt, aber wir wollten an unsere Grenzen gehen, was die Kraft betrifft, und auch Moral zeigen. Das haben wir umgesetzt. Ich bin froh, dass alle gesund sind. In der nächsten Woche wartet auf uns dann ein anderes Programm, wo wir an unserer Aufstellung und Taktik arbeiten werden."
Ingo Kahlisch: "Wir sind ja nun erst eine Woche in Bewegung, und ich muß sagen, wenn ich die ersten 40 Minuten sehe, die wir gebracht haben, war das ok. Man muß ja auch die unterschiedlichen Zielstellungen sehen, und da kann ich mit meinen Jungs schon zufrieden sein. Besonders Mario Delvalle im Abwehrbereich war heute überragend. Wenn ich das Spiel heute gesehen habe, ist mir vor der neuen Saison nicht bange. Wir werden jetzt in den nächsten zwei Wochen noch etwas rennen und hüpfen und dann am 11.8. topfit sein und eine schlagkräftige Mannschaft für die Oberliga haben, davon bin ich überzeugt."
Im Vorspiel trafen das ehemalige Rathenower Regionalligateam und eine Premnitzer Traditionsmannschschft aufeinander. Optiks Helden von einst bewiesen, dass sie nichts verlernt haben und behielten mit 6:1 die Oberhand. Torschützen waren Marco Urner (2x), Stefan Ristow, Maik Kornheim, Yves Riechmann und Guido Block. Für die Gäste traf Robby Fischer, bis 1995 ebenfalls im Regionalliga-Kader.
Aufstellung:
Aydin - M. Lettow (57. Kienle), Szabo (59. Jahn), Delvalle - Gündogdu, Kellner, Scholz (57. Berger), Puhlmann, T. Lettow - Kalan, Pfefferkorn
Tore:
0:1 Biran (42.)
0:2 Moritz (47.)
0:3 Frahn (54.)