VIERTELFINALE BEI DEN KNAPPEN
Fußball gespielt wird in der Reviergemeinde seit 1919. Den größten Erfolg gab es zunächst außerhalb des DFB. Sturm Grube Marga errang kurz vor der Machtergreifung der Nazis den ostdeutschen Meistertitel im Arbeitersport durch ein 4:2 über Stettin. Kurz danach wurden die Arbeitervereine verboten. Nach dem Krieg konnte an die Erfolge angeknüpft werden. Die BSG Franz Mehring Marga, so lautete zunächst der Name, war Gründungsmitglied der DDR-Oberliga, wo man sich 13 Serien lang behauptete. Herausragend sicher die DDR-Vizemeisterschaft 1956 und der dritte Platz 1958. In dieser Zeit brachte der Verein vier Nationalspieler hervor.
Als BSG Aktivist eine Fahrstuhlmannschaft, immer wieder wurde zwischen DDR-Liga und Bezirksliga gependelt, gelang gleich nach der Wende zwar der Sprung in die neue NOFV-Oberliga, dort konnten sich die Knappen jedoch nicht halten. Seitdem wird mit kurzer Unterbrechung in der Landesliga gekickt. Dort gibt sich der FSV recht geheimnisvoll. Als einzige überregionale Mannschaft Brandenburgs erscheinen bei den Schwarz-Gelben auf fussball.de weder Aufstellung, noch Torschützen.
Das gilt bei Optik am Samstag zumindest für einen Akteur. Kwasi Boachie ist für diese Runde gelbgesperrt, wird nicht im Kader stehen dürfen. Ob Ingo Kahlisch auf weitere Spieler verzichten muss, oder was im Pokal nicht ungewöhnlich ist, freiwillig umstellt, wird sich zeigen. Die Trainingsbeteiligung war recht hoch, Abmeldungen wegen Krankheit oder Arbeit nicht so häufig wie zuletzt. Das Ziel ist klar: Ohne den Kontrahenten zu unterschätzen, will Rathenow ins Halbfinale.
Geleitet wird die Partie von Marcel Riemer aus Eisenhüttenstadt. Der Fan-Bus fährt um 9:00 Uhr vom Parkplatz in Rathenow-Ost.