HEIMSPIEL GEGEN STRAUSBERG
Vorwärts Strausberg wurde Anfang der Fünfziger Jahre gegründet. Den wohl "exotischsten" Volksarmisten, als einziger Verein hatte man nicht das gelb-rote Einheitsenblem, sondern trug einen Vogel Strauß im Wappen, gelang erstmals 1960 der Aufstieg in die Bezirksliga, aus welcher Strausberg nach nur einer Spielzeit wieder abstieg.
1974 meldeten sich die Randberliner wieder in der Bezirksliga zurück. In der Folgezeit fuhr Strausberg zwischen 1977 und 1980 insgesamt drei Vizemeisterschaften ein. In der Spielzeit 1979/80 qualifizierte sich Vorwärts für die erste Hauptrunde des FDGB-Pokals. Nach einem 5:0-Sieg über Motor Stralsund scheiterte Vorwärts Strausberg in der zweiten Hauptrunde an Aktivist Brieske Senftenberg.
Vorwärts Strausberg war eine der wenigen Armeesportgemeinschaften, welche zur Wende nicht sofort aufgelöst wurden. Sportlich konnte die ASG mit lediglich vier Saisonpunkten nicht mehr mithalten und wurde 1992 unter der Bezeichnung KSC Strausberg in die Landesliga Brandenburg integriert. 1995 löste sich die Fußballabteilung aus dem KSC Strausberg heraus und gründete den FC Strausberg, der 2013 in die Oberliga aufstieg.
Optik will den Schwung der vergangenen beiden Siege mitnehmen, muss personell jedoch erneut umstellen. Diesmal ist es Emre Turan, der familiär bedingt nicht mitwirken kann. Dafür sind inzwischen aber beide Japaner spielberechtigt. Konzentration auf und Anfeuerung neben dem Platz werden bis zum Schluss nötig sein. Das musste Favorit Altglienicke vergangene Woche erfahren. Nach sicherer 3:0-Führung kam Gegner Strausberg noch auf 2:3 heran.
Eine Premiere gibt es beim Unparteiischen. Tobias Hagemann aus Teltow wird erstmals ein Spiel der Oberliga Nord pfeifen. Die Partie beginnt am Sonntag um 14 Uhr.