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REGIONALLIGA

NEUES SPIEL, NEUES GLÜCK

Am Sonntag tritt der FSV Optik Rathenow beim FC Carl Zeiss Jena an.
Am Mittwoch ging beim FSV Optik alles wieder seinen Gang. Von guter Stimmung zu sprechen, wäre nach der bitteren Niederlage gegen Halberstadt sicher übertrieben, aber nach Weltuntergang sah es im Sport-Shop auch nicht aus: "Es sind noch elf Spiele. Wir haben uns als Mannschaft zusammengesetzt und uns ein Ziel gesetzt. Trotz des Rückschlages am letzten Samstag wollen wir versuchen, noch zwei Vereine hinter uns zu lassen.", so Ingo Kahlisch.

Natürlich sitzt die Enttäuschung immer noch tief, aber das ist ja das gute beim Fußball - jedes Wochenende gibt es eine neue Herausforderung. Die für diesen Sonntag heißt FC Carl Zeiss Jena. In der Historie dreifacher DDR-Meister, Europapokalfinalist und zahlreiche Nationalspieler hervorbringend.

In der aktuellen Saison momentan Siebenter und nach turbulenten Wochen gerade wieder zur Ruhe gekommen. Nach drei Niederlagen hatte sich der belgische Investor, der etwa 95 Prozent Kapitalanteile an der Fußball Spielbetriebs GmbH hält, massiv in die Personalpolitik eingemischt. Ein Wirrwarr sondergleichen, mit Schuldzuweisungen hüben wie drüben. Am Ende stand ein, nun ja, freiwilliger Rückzug von Lutz Lindemann von den Posten als Geschäftsführer und Sportdirektor. Vereinspräsident bleibt er aber.

Trainer Volkan Uluc, dessen Vertrag gerade erst verlängert wurde, dachte laut über einen tatsächlich freiwilligen Abgang nach, dann wurde die Vertragsverlängerung für unwirksam erklärt, nun bleibt der ehemalige Coach von Türkiyemspor, Lok Stendal und dem BFC Dynamo bis zum Saisonende. Die einzig richtige Antwort gab die Mannschaft: Die Blau-Gelb-Weißen gewannen bei Budissa Bautzen mit 2:0.

Bei Optik gibt es personell nur eine Meldung. Marcus Stachnik befindet sich im Aufbautraining. Ansonsten fiel das Statement kurz aus: "Alle sind gesund und trainieren ordentlich." So soll es sein. Dass Rathenow in Thüringen krasser Außenseiter ist, ist den Verantwortlichen klar. Und dennoch: "Wir wollen wieder anknüpfen an die ordentlichen Leistungen zu Beginn der Rückrunde. Auch das kann dann schon mal Selbstvertrauen für die nächsten Partien geben."

Los geht's in Jena am Sonntag um 13:30 Uhr, Schiedsrichter ist Philipp Kutscher aus Berlin.