AUSWÄRTS BEIM TABELLENFÜNFTEN
Überhaupt hat sich die einstige Skandalnudel zu einem ernsthaften Titelanwärter gemausert. Das wurde in der Vorwoche von Präsident und Hauptgeldgeber Ali Han auch noch einmal deutlich bestätigt. Nach dem völlig überraschenden Abgang von Sportdirektor Rocco Teichmann machte Han unmißverständlich klar: "Der Nachfolger muss mindestens über Drittligaerfahrung verfügen. Denn dahin soll unser Weg führen!"
Nach der langen Niederlagenserie gibt es also zum Ausklang des Fußballjahres nochmals eine unheimlich schwere Aufgabe für die Rathenower. Soll etwas zählbares mitgenommen werden, kann der Weg nur über Kampf, Kampf und nochmals Kampf führen. Dazu taktische Disziplin - und fertig ist der Auswärtssieg. Nein, so einfach ist es leider nicht, aber das Spiel bei Hertha hat gezeigt, dass Wille und Einstellung beim FSV ungebrochen sind.
Hinter den Kulissen wird schon fleißig an der Vorbereitung gewerkelt, es geht darum, das angestrebte Trainingslager finanziell irgendwie hinzubekommen. Erstmal steht aber der Samstag im Vordergrund. Egzon Ismaili wird nach Gelb-Rot bei Hertha fehlen. Vielleicht rückt Kevin Adewumi wieder in den Kader, im Training ist er jedenfalls schon voll dabei.
Ein vorfristiges Weihnachtsgeschenk macht der NOFV seinem (im wahrsten Sinne des Wortes) größten Schiedsrichter. Der baumlange Felix-Benjamin Schwermer aus Magdeburg darf ab 13:30 Uhr die Partie der beiden Teams mit den wenigsten Gelben Karten leiten.
Und wie eingangs erwähnt: Für Fans wird es das einfachste Auswärtsspiel der Saison. Ohne Umstieg zum Berliner Hauptbahnhof und dann zehn Minuten Fußweg. Die Unterstützung von außen können die Jungs gut gebrauchen.