"EIN GANZ BESONDERER TAG"
Etliche Pressevertreter hatten sich bei der Firma Ohst in Rathenow eingefunden und warteten gespannt auf den Grund für die ungewöhnliche Einladung. Ingo Kahlisch kam denn auch schnell zur Sache: "Das ist ein ganz besonderer Tag. Wir freuen uns riesig, dass es uns gelungen ist, Herrn Ohst zu überzeugen, den Verein als Hauptsponsor zu begleiten. Wir wollen gemeinsam versuchen, den FSV Optik Rathenow als Aushängeschild der Region weiter zu stärken." Ziel der Zusammenarbeit sei es, "den Verein auf breiteren Schultern zu tragen", so Kahlisch.
Die Firma Ohst unterstützt den Verein mittlerweile seit einigen Jahren. Dass man sich nun entschieden habe, Hauptsponsor bei Optik zu werden, sei vor allem der Überzeugungsarbeit von Ingo Kahlisch und Willi Gertig zu verdanken, so Norbert Ohst. Dabei geht es dem bodenständigen Firmenchef, der das Traditionsunternehmen in dritter Generation leitet, bei seinem Engagement nicht ums Prestige: "Wir sind ein erfolgreiches mittelständisches Unternehmen und wir sind uns unserer sozialen Verantwortung bewusst. Natürlich möchten wir uns optimal präsentieren, aber unser Hauptanliegen ist es nicht, den Namen Ohst in die Welt zu tragen. Es geht in erster Linie darum, den Verein zu unterstützen." Ohst überzeugte vor allem die Arbeit im Jugendbereich des FSV und er lobte Kahlisch für seine Bemühungen, jungen Spielern auch abseits des Fußballs Perspektiven zu eröffnen.
Kahlisch und Ohst brachten die Hoffnung zum Ausdruck, im Sog des Sponsorings weitere Unternehmen anzuziehen. Daneben machte Optiks Manager deutlich, dass das bisherige Konzept des Vereins beibehalten wird: "Im Großen und Ganzen wird sich nichts ändern. Wir werden mit dem Geld keine Spieler einkaufen, sondern machen mit unseren jungen Leuten so weiter wie bisher. Das sind Amateurfußballer und es werden nach wie vor nur Aufwandsentschädigungen gezahlt." Auch optisch werden sich die Fans nicht umgewöhnen müssen, die Mittelbrandenburgische Sparkasse bleibt nach wie vor Trikotsponsor beim FSV. Die Ohst AG verzichtete auf den Abdruck ihres Logos auf der Spielkleidung - auch dies ein Zeichen, wie grundsolide und bodenständig das Unternehmen geführt wird, und bei alledem noch erfolgreich: Jährliche Wachstumsraten von 20% bei Umsatz und Gewinn sprechen eine deutliche Sprache. Mittlerweile gehört die Ohst Medizintechnik mit ihren 125 Mitarbeitern zu den zehn führenden Herstellern von Gelenkimplantaten in Deutschland.
Als Anhänger des Vereins, der oft auch selbst im Stadion Vogelgesang anzutreffen ist, äußerte Norbert Ohst die Hoffnung auf einen baldigen Wiederaufstieg in die Oberliga, "trotz des kleinen Rückschlags am vergangenen Wochenende." Dass im Falle des Nichtaufstiegs beim FSV keineswegs die Lichter ausgehen, das wurde mit dem heutigen Tag mehr als deutlich. (N.R.)