SPITZENSPIEL AM VOGELGESANG
Der 1995 gegründete FC Schönberg 95 marschierte in vier Jahren von der Landesklasse in die Oberliga. Dort stand der FC zweimal vor dem Aufstieg. Dramatik pur gab es 2000. In der Relegation für die damals zweigleisige Regionalliga wurde Rot-Weiß Erfurt daheim mit 1:0 bezwungen. Auswärts lagen die Norddeutschen mit 1:3 zurück, als man in der 90. Minute die Latte traf. Im direkten Konter machte Erfurt das 4:1. Eindeutiger war es drei Jahre später, als gegen Sachsen Leipzig beide Aufstiegsspiele verloren wurden. 2007 verlor der Hauptsponsor zeitweilig die Lust und Schönberg zog sich "freiwillig" in die Verbandsliga zurück. Erst 2013 kletterte man nach dem Verzicht von Landesmeister Sievershagen wieder in die Oberliga. Und da nehmen die Maurinekicker nun zum dritten Mal Anlauf für den Aufstieg.
Viel mehr als durch Oberligaspiele kam Schönberg durch den DFB-Pokal ins Gespräch. Von 1999 bis 2004 gelang fünf Mal in Folge der Landespokalsieg. Und mit welchem Losglück daraufhin: Waldhof Mannheim, Bayern München, VfB Stuttgart, Hamburger SV, Borussia Mönchengladbach und der FC Kaiserslautern gastierten im heimschen Palmberg-Stadion. Beim aktuellen Team ist die Hoffnung auf den Aufstieg riesengroß, verfügen die Maurinekicker doch über den besten Sturm, die beste Abwehr und nicht zuletzt über den größten Etat der Liga.
Was hat Optik dagegenzusetzen? Kampfgeist, taktische Disziplin - dafür ist der Trainer verantwortlich. Anfeuerung und Begeisterung - da können alle von außen mithelfen. Mit Hilfe der Fans könnte es nach der "Langen Nacht der Optik" am Samstag auch noch einen "Langen Nachmittag des FSV Optik" geben!
Personelle Überraschungen? Wohl eher nicht. Bis auf die Langzeitverletzten Marcel Subke, Alex Wuthe und Omid Saberdest haben alle trainiert. "Auch wenn der Gegner eine Profitruppe hat, wir wollen nun den nächsten Schritt in Richtung Regionalliga machen. In der Rückrunde ging noch kein Heimspiel verloren, dabei soll es bleiben", gab sich Ingo Kahlisch kämpferisch.
Da an den beiden letzten Spieltagen alle Begegnungen zeitgleich ausgetragen werden, wird Schiedsrichter Lars Albert aus dem sächsischen Muldenhammer am Sonntag um 14 Uhr anpfeifen.