OHNE JAMMERN NACH STRAUSBERG
Der Club ist Nachfolger der in den 50-er Jahren gegründeten ASG Vorwärts Strausberg. Unter dem Kommando der Luftstreitkräfte der NVA spielte die östlich von Berlin beheimatete Mannschaft meist in der Bezirksliga. Das Besondere: Im Gegensatz zu den sonst üblichen einheitlichen gelb-roten Logos der Armeevereine führte man dort von Beginn an den namensgebenden Laufvogel im Wappen. Nach der Wende in KSC Strausberg umbenannt, lösten sich die Fußballer 1995 aus dem Großverein und gründeten den FC Strausberg. Zehn Jahre später stieg man in die Verbandsliga auf, wo 2013 die Meisterschaft und der damit verbundene Oberligaaufstieg gefeiert wurde. In dieser Saison hatte der FCS lange Sorgen. Doch inzwischen ist klar, dass höchstens zwei Teams absteigen müssen. Zum Vorletzten haben die Randberliner schon sieben Punkte Differenz, zumal am vergangenen Wochenende beim 3:1 in Zehlendorf endlich der erste Auswärtssieg gelang.
Bei Optik sieht es personell nicht wirklich besser aus als gegen Schöneiche. Richtig, Lucas Vicentin, Marcel Bahr und Salih Cetin sind wieder spielberechtigt. Dafür fehlen nun andere. Eventuell schlimmer erwischt als erwartet hat es Marcel Subke. Ende der Woche wird sich entscheiden, ob der Torhüter sogar operiert werden muss. Murat Turhan wird seinen bislang 20 Saisontoren keinen weiteren folgen lassen können. Die Zerrung ist hartnäckig und ließ keine Teilnahme am Training zu. Shelby Printemps war ebenfalls nicht am Vogelgesang zu sehen. Ihn setzt eine Grippe außer Gefecht.
Ingo Kahlisch war von der Trainingsbeteiligung natürlich nicht gerade begeistert, meinte aber auch: "Jammern nützt nichts, da müssen wir jetzt durch."
Wenn Daniel Kresin vom FC Sachsen Leipzig die Partie um 14 Uhr anpfeift, würde sich Optik über zahlreiche und lautstarke Unterstützung freuen. Kompliziert ist die Anreise nicht. Mit nur einem Umstieg in Berlin Hbf erreicht man den S-Bahnhof Strausberg-Stadt. Von dort ist es nicht einmal eine Viertelstunde zur Energie-Arena.