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OBERLIGA

ZWEI WOCHEN LANG SPITZENREITER

Am Samstag rollt endlich wieder der Ball am Vogelgesang. Bis dahin bleibt noch einmal etwas Zeit für ein Zwischenfazit...
Ein langes Wochenende hatten die Fußballer des FSV Optik. Eines, das weh tat. Nach dem Donnerstagtraining ruhte der Ball für die Oberligakicker. Viel lieber hätten die Jungs vom Vogelgesang um den Einzug in das Halbfinale des Landespokals gekämpft. Aber da ist ja der FSV schon seit September nicht mehr dabei. So bleibt wieder nur eine Zwischenbetrachtung.

Zwei Wochen sonnte sich Optik an der Tabellenspitze. Das gab es bislang nur im Jahr des Regionalligaaufstiegs - und da auch nur für 24 Stunden. Nun ist man wieder Zweiter, nur ein Punkt aus den letzten beiden Spielen war zu wenig. Aber wie sagte Ingo Kahlisch schon vor einigen Wochen: "Wir werden unseren Weg weiter gehen, unabhängig vom Tabellenplatz." Vielleicht muss an dieser Stelle einmal daran erinnert werden, dass Rathenows Vorgänger in punkto Regionalligaabstieg, der SV Greif Torgelow, in dieser Liga gleich durchgereicht wurde und mittlerweile in der Verbandsliga kickt.

Das Plus der Rathenower ist die Ausgeglichenheit. Sowohl in einer Heim- als auch in der Auswärtstabelle belegt der FSV den dritten Platz. Summiert macht das aber Rang Zwei. Optik hat mit 25 Treffern auch die drittmeisten erzielt. Allerdings - beide Teams die öfter getroffen haben (Luckenwalde und Schönberg) gehören noch zu den Gegnern in diesem Jahr! Verbesserungswürdig ist auf jeden Fall die Defensive. Die Vereine bis runter auf Platz sieben haben allesamt weniger Gegentore kassiert. Mitverantwortlich dafür ist sicher die ständige Umbesetzung der Abwehr durch Verletzung, Krankheit, Sperren und arbeitsbedingtes Fehlen.

Ein Blick auf die Torschützenliste der Oberliga verrät, dass vier Stürmer schon zweistellig getroffen haben. Daniel Becker (Luckenwalde) war 13 Mal erfolgreich. Dann folgen Henry Haufe aus Schönberg (12), Awoundza Etogo Essama aus Malchow (11) und Tobias Täge vom SV Waren mit 10 Toren. Bester Rathenower ist Murat Turhan mit sechs erfolgreichen Abschlüssen.

Bei den Zuschauern führt nun Aufsteiger Waren 09. Die 1010 Fans im Müritzderby gegen Malchow ließen den Schnitt auf 450 klettern. Am Vogelgesang können die Verantwortlichen mit der Entwicklung ebenfalls zufrieden sein. Langsam aber stetig steigen die Besucherzahlen. 245 Zahlende passierten pro Spiel die Stadiontore, wobei ja der Eintritt bis zum Alter von 12 Jahren frei ist. Den Minusrekord hält seit dem vergangenen Spieltag der BSV Hürtürkel. Beim Match gegen Süd Brandenburg erwarben nur noch 52 Fans eine Eintrittskarte.

Nichts geändert hat sich beim Fair-Play. Schon vier Mal musste ein FSV-Akteur vorzeitig zum Duschen, so viel wie bei keiner anderen Mannschaft. Wer nun an eine "Kloppertruppe" denkt, dem sei gesagt, dass Optik mit nur 18 Gelben Karten Spitzenreiter ist, die wenigsten Verwarnungen aufweist.

Nachdem Aykut Tekyildirim in Altlüdersdorf zu seinem Saisondebüt kam, erhöhte sich die Zahl der eingesetzten Aktiven auf 21. Marcel Subke und Jerome Leroy standen in allen 1080 Minuten auf dem Platz, Martin Skrehot war ebenfalls in sämtlichen 12 Spielen eingesetzt.

Am kommenden Samstag interessieren aber wieder nur zwei Zahlen - die auf der Anzeigetafel. Um 13:30 Uhr empfängt der FSV Optik den FC Pommern Greifswald.