ZUM VERWEIFELN: SPIELABBRUCH WEGEN SPIELERMANGELS
Schon zum vierten Mal in dieser Saison mussten unsere Jungs ein Spiel auf Landesebene in Überzahl bestreiten. Diese Bedingungen sind leider schon fast normal in dieser unsportlich geführten Spielzeit. Schlimm ist, dass es von anderen Vereinen scheinbar als normal hingenommen wird, dass die Spieler am Wochenende lieber dem Feiern und dem Alkohol frönen statt zum Sport zu gehen. Einen Sport, den sie überhaupt nicht ernst nehmen. Und statt etwas in den Köpfen der Jungs zu verändern, wird das Problem mit den Umständen in unserer Gesellschaft begründet. Und das bei Vereinen aus Regionen mit hunderten fußballspielenden Kindern und Jugendlichen.
Nur noch neun von ursprünglich zwölf Teams spielen noch in der Staffel Nord/Ost. Dieser Zustand hat nichts mehr mit fairem Sport zu tun. Ständige Spielausfälle, Gegner in Unterzahl und lange Spielpausen lassen Optiks Spieler und Verantwortliche schier verzweifeln. Unsere Jungs trainieren gut und hart, sie bereiten sich leistungsorientiert auf die Wettkämpfe vor und werden dann so von den Umständen verschaukelt. Von den finanziellen Aufwendungen, die im Verein anfallen, gar nicht zu reden.
Zum Spiel selbst gibt es nicht viel zu sagen. Gegen sieben fehlte verständlicherweise die rechte Motivation. Das sah man auch 25 Minuten lang. Eine Hereingabe von Wulsch konnte Wollermann zum 1:0 einschieben. Das zweite Tor schoss abermals Wollermann nach schöner Ablage von B. Martin. Nach Wiederanpfiff köpfte Huxol in der 48. Minute eine Flanke von Lange zum 3:0-Endstand ein. Nach 50 Minuten blieb, wie ständig im Spiel angekündigt, ein Gegner verletzt liegen. Mit nun nur sechs Spielern beim Gegner hatte der Unparteiische keine andere Wahl als abzupfeifen. Eine Farce!
Trotzdem werden unsere Jungs weitermachen und versuchen, die ausstehenden fünf Spiele in dieser nervigen Saison motiviert anzugehen und weiter gegen die Umstände anzukämpfen. Am nächsten Sonntag geht es vielleicht nach Brieselang, falls der Gegner nicht auch noch absagt oder nicht genug Spieler auf das Feld schickt. Wir halten durch und werden uns nicht unterkriegen lassen. Dazu lieben wir das Spiel zu sehr, war nach diesem enttäuschenden Wochenende der Tenor unter unseren Jungs. Denn nur Gemeinsam sind wir stark!
Es wollten spielen: Pacher, Tamaschke, Lange, Gojek, Huxol, M. Martin, Weber, Reinefeldt, Wulsch, B. Martin, Wollermann