GEKÄMPFT BIS ZUM SCHLUSS: FÜRSTENWALDE - OPTIK 2:2
Doch auch danach Möglichkeiten nur für die Havelländer. Alleine Ardeshir Dejagah hatte zwischen der 22. und 35. Minute drei Treffer auf den Schlappen. Noch klarer war es zwei Minuten vor der Pause. Nach Freistoß von Matthias Kellner startete Mario Manuel Delvalle Silva im richtigen Moment, schob dann aber völlig freistehend das Leder am langen Pfosten vorbei. Im Gegenzug unterlief Mario den Abschlag, so dass Erik Quäschning alleine auf Gökhan Aydin zulaufen konnte. Der Keeper parierte, und bevor Quäschning zum Nachschuss ansetzen konnte, machte Silva seinen Fehler wieder gut.
Gleich nach dem Wechsel setzte Andreas Heyse einen Eckball per Kopf an den Pfosten. Anschließend wieder das gewohnte Bild: Eine klar überlegene Optik-Elf erspielte sich Chance um Chance, sündigte aber im Abschluss. Zunächst rettete ein Abwehrbein vor dem einschussbereiten Jonathan Munoz. In der 57. Minute prallten Tim Berger und Torwart Drömert zusammen. Haargenau die gleiche Aktion wie beim 1:0. Doch diesmal blieb die Pfeife des Unparteiischen stumm. Die nächste Möglichkeit setzte Ardeshir Dejagah am Tor vorbei. Doch in der 69. Minute schien der Ausgleich fällig. Diesmal hatte sich Eddy schön durchgesetzt. Als er dann auch noch an Torhüter Drömert vorbei war, wusste sich dieser nur noch mit einem Foul zu helfen. Dass Schieri Braun in dieser Szene weiterspielen ließ, verstand niemand im weiten Rund.
Die Einstellung des FSV an diesem Tag war top. Weiter ging es nur in eine Richtung. Lars Leppek setzte sich toll über rechts durch. Seine Flanke nach 77 Minuten nahm "Scholle" direkt. Da fehlten nur Zentimeter. Als in der Schlussphase auch Delvalle Silva und Tim Berger mit nach vorn gingen, erzielten die Gastgeber in der 86. Minute das 2:0. Sebastian Wojciechowski schickte Mathias Reischert mit einem Steilpass auf und davon. "Wir haben bis zum Umfallen gefightet." beschrieb Ingo Kahlisch die inklusive Nachspielzeit letzten sechs Minuten. Unmittelbar nach dem Wiederanstoß schlugen die Rathenower das Leder hoch in den Strafraum. Die nur halbherzige Faustabwehr von Sebastian Drömert hob Ardeshir Dejagah aus 20 Metern zum 2:1 ins Netz. In der 90. Minute der letzte Eckball des Spiels: Dejagah schlug das Leder scharf nach innen. Patrik Scholz köpfte an die Latte. Den Abpraller wollte Mario Silva per Flugkopfball ins Netz befördern. Drömert war geschlagen, doch Andreas Heyse klärte auf der Linie. Wieder wollte der Unparteiische weiterspielen lassen, aber diesmal war die Fahne seines Assistenten sofort oben. Heyse hatte den Ball nur noch mit der Hand erreichen können. Beim anschließenden Strafstoß übernahm Eddy Dejagah die Verantwortung und verwandelte sicher zum 2:2.
"Über 90 Minuten kann ich mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein." so Ingo Kahlisch nach dem Spiel. "Die Chancenverwertung ist das einzige, was man der Mannschaft heute vorwerfen kann. Wir haben bei einem Spitzenteam hochverdient gepunktet."
Aufstellungen:
Union Fürstenwalde: Drömert - Andrae (G), Wrobel, Heyse, Nietzsche, Schnürer, Reischert, Grossmann, Dressler (75. Bemmann), Mlynarczyk, Quäsching (80. Woiciechowski)
Optik Rathenow: Aydin (G) - L. Leppek, Delvalle Silva, R. Leppek - Berger, Keck (G), Puhlmann (67. Leschke) - Scholz, Kellner, Munoz - Dejagah (G)
Tore:
1:0 Heyse (15., FE)
2:0 Reischert (86.)
2:1 Dejagah (87.)
2:2 Dejagah (90., HE)
Schiedsrichter: Christian Braun, Berlin
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67.