FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014. Oberligameister 2015, 2018

REGIONALLIGA

DIE EUPHORIE INS FINALE MITNEHMEN!

Als Höhepunkt einer am Ende doch noch erfolgreichen Saison empfängt Optik am Samstag den FC Energie Cottbus.

Jerome Leroy feiert seinen Treffer beim 3:1-Finalsieg aus dem Jahr 2013 gegen den SV Babelsberg 03.

Bericht von Christoph Laak (sportbuzzer.de):

Am Mittwochabend wurde in der Kabine des FSV Optik Rathenow schon vorsichtig ein bisschen gefeiert. „Klar, wir haben ja auch gehört was in Neugersdorf passiert“, verrät Kapitän Jerome Leroy, wie er und seine Teamkameraden die positive Nachricht, die gleichzeitig den Klassenerhalt in der Regionalliga bedeutet, aufgenommen haben. Am Donnerstagmittag war es dann Gewissheit – der FSV Optik wird auch in der kommenden Saison in Deutschlands vierthöchster Spielklasse gegen den Ball treten.

„Wir wollen die Euphorie jetzt natürlich mitnehmen“, so Leroy, der seit 2008 das Rathenower Trikot trägt. Denn am Samstag steht der Saisonhöhepunkt an - Optik empfängt den FC Energie Cottbus zum Endspiel im Landespokal (Anpfiff: 14:15 Uhr). Und der Mittelfeldspieler ist sich sicher, dass „wir den Pokal auch holen werden. Schließlich können wir absolut befreit aufspielen.“

Leroy hatte bereits 2013 und 2014 den Pokal mit Optik gewonnen, die Erinnerungen sind noch omnipräsent. „Gegen Altlüdersdorf haben wir im Elfmeterschießen gewonnen. Noch klarer sind aber die Erinnerungen an das Babelsberg-Spiel“, erzählt der 29-Jährige, der beim damaligen 3:1-Erfolg zu den Torschützen gehörte.

Heute gehört er zu den absoluten Leistungsträgern und gibt seine Endspielerfahrung natürlich gerne auch an seine Teamkollegen weiter. „Klar, es kam schon der ein oder andere auf mich zu und hat gefragt wie so ein Endspiel abläuft. Ich kann dann jedem nur sagen, dass es ein absoluter Höhepunkt ist. Das sind die geilsten Spiele, für die man diesen Aufwand schließlich betreibt.“ Neben ihm waren auch Benjamin Wilcke, Leon Hellwig und Süleyman Kapan schon 2014 dabei und wissen wie man solche Endspiele gewinnt.

Die Anspannung vor so einem wichtigen Spiel ist natürlich etwas ganz Besonderes. „Mittlerweile geht man gelassener damit um, aber ganz ablegen wird man eine gewisse Nervosität wohl nie“, so Leroy, der seine Mannschaft erstmals in einem Finale als Kapitän aufs Spielfeld führen wird. „Bei den beiden anderen Finals waren Scholle und Mario Spielführer. Nun habe ich diese Ehre. Und ich muss sagen, es ist schon noch etwas anderes“, erzählt Leroy, der in allen fünf Pokalspielen dieser Saison zum Einsatz kam und zwei Tore erzielte.

Auch im Pokal-Halbfinale 2017 war Optiks Kapitän mit von der Partie. Auch damals hieß der Gegner Energie Cottbus, der FSV unterlag nach einer bärenstarken Leistung durch einen bitteren Treffer in der Nachspielzeit mit 0:1.

Am Samstag kommt es nun vor allem darauf an, dass Optik die Leistung der letzten Wochen auf den Platz bekommt. Immerhin hat sich das Team durch einen starken Endspurt noch den 17. Platz gesichert. „Wenn man 31 Spieltage am Tabellenende steht und dann noch eine andere Mannschaft einholt, zeugt das von viel Moral. Wir haben aber auch viel Selbstvertrauen getankt“, so Leroy.

„Wir müssen kompakt stehen und sind spielerisch sicher in der Lage, Cottbus weh zu tun. Wir haben gegen Lok, Erfurt oder bei der Niederlage in Nordhausen bewiesen, dass wir mithalten können“, erklärt der Rathenower und hofft, dass bei Energie die Köpfe noch nicht wieder ganz frei sind. „Sie sind sehr überraschend abgestiegen und das auch nur wegen einem Tor. Das ist schon bitter, kann aber jetzt zu unserem Vorteil werden.“

Optik möchte auf jeden Fall noch einmal alles raushauen. Von einer lange Zeit ernüchternden Spielzeit, könnte sich mit einem Finalsieg vieles zum Positiven drehen. „Die Gefühlswelt hat sich bei uns in dieser Woche einmal um 180 Grad gedreht. Wir sind oben auf und wollen das für uns nutzen. Es kann dann zu einer der erfolgreichsten Spielzeiten des Vereins werden“, weiß Leroy und betont, dass er und seine Teamkollegen keine Elfmeter trainieren werden. „Sowas kann man nicht simulieren. Das müssten wir dann so lösen“...

Optiks Weg ins Finale 2018/2019

Optiks bisherige Landespokalfinals:
2004: SV Germania Schöneiche - FSV Optik Rathenow 1:0
2013: SV Altlüdersdorf - FSV Optik Rathenow 4:5 (n.E.)
2014: FSV Optik Rathenow - SV Babelsberg 03 3:1