FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014. Oberligameister 2015, 2018

REGIONALLIGA

GEGEN LOK NOCHMAL ALLES RAUSHAUEN

Am Sonntag empfängt Optik den Tabellensechsten 1. FC Lok Leipzig, der eine richtig starke Rückrunde spielt.

Ein klein wenig Hoffnung auf den Klassenerhalt ist beim FSV Optik nach dem 4:0-Erfolg vom vergangenen Wochenende beim FSV Budissa Bautzen schon noch da. Auch wenn Optik-Trainer Ingo Kahlisch von möglichen Rechenspielen gar nichts wissen will: Mit einem Erfolg am kommenden Sonntag gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig könnten sich die Rathenower bis auf einen Punkt auf den Vorletzten aus Bautzen heranschieben.

„Wir gucken aber nur auf uns. Was auf anderen Plätzen passiert, können wir nicht beeinflussen. Was wir aber beeinflussen können, ist die eigene Leistung und die muss gegen Lok stimmen, wenn wir was holen wollen“, verrät der Rathenower Trainer, der die Gäste aus der Messestadt in den letzten Wochen auch beobachtet hat und den Blau-Gelben eine starke Entwicklung bescheinigt. „Lok hat keine gute Hinrunde gespielt. Dafür sind sie in der Rückrunde aber richtig stark.“

Platz sechs steht aktuell zu Buche, in der Rückrundentabelle belegen die Leipziger hinter dem Berliner AK und dem Chemnitzer FC sogar den dritten Platz. „Sie haben richtig Qualität im Kader. Dort spielen einige ehemalige Zweitligaspieler“, weiß Ingo Kahlisch.

Dennoch ist die Saison nicht nach den Vorstellungen der Verantwortlichen verlaufen, wollte man in Probstheida doch um den Aufstieg mitspielen. Dementsprechend wurde der langjährige Trainer Heiko Scholz schon vor dem Winter durch Björn Joppe ersetzt.

Im Hinspiel konnte Optik das Spiel lange offen gestalten. Eine zweifelhafte Gelb-Rote Karte gegen Leon Hellwig und ein verschossener Elfmeter von Murat Turhan führten aber zur unglücklichen 0:1-Niederlage aus Sicht der Rathenower. „Sie hatten uns mit ihrer körperlichen Art zu schaffen gemacht. Da sind richtige Modellathleten dabei. Bei weiten Einwürfen und Standardsituationen waren sie damals und sind auch heute richtig gut“, so Ingo Kahlisch.

Ob diese körperliche Überlegenheit auch am Sonntag zum Tragen kommt, darf zumindest angezweifelt werden, musste die „Loksche“ sich doch am Mittwoch mit 12:13 nach Elfemeterschießen beim Chemnitzer FC aus dem sächsischen Landespokal verabschieden.

„Das sollte aber keine sonderlich große Rolle spielen. Wir haben ja auch nach dem intensiven Spiel in Luckenwalde eine ordentliche Leistung in Bautzen abgerufen“, schiebt der Rathenower Trainer Hoffnungen auf einen ausgelaugten Gegner einen Riegel vor.

Personell kann Ingo Kahlisch am Wochenende auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. „Alle Spieler sind gesund und munter. Das gibt natürlich Alternativen.“ Insgesamt wollen die Rathenower aber nur auf sich schauen. „Wir wollen an die guten Leistungen der letzten Wochen anknüpfen. Zu Hause müssen wir alles raushauen. Wenn wir im Umkehrspiel schnell und genau agieren, haben wir vielleicht eine Chance“, hofft Kahlisch auf Punktezuwachs.