FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014. Oberligameister 2015, 2018

REGIONALLIGA

UNNÖTIGE NIEDERLAGE BEI LOK

Optik unterliegt im Kellerduell beim 1. FC Lok Leipzig mit 0:1 und trauert mindestens einem verlorenen Punkt nach.

Sobald Leon Hellwig mit dem FSV bei Lok antreten muss, ist scheinbar der Wurm drin. Beim letzten Gastspiel im Oktober 2013 schied Rathenows Mittelfeldmann nach einer halben Stunde mit einer Kopfverletzung aus und musste zwei Nächte in einem Leipziger Krankenhaus verbringen.

Das blieb Leon dieses Mal zwar erspart, das Spielfeld musste er aber wieder unfreiwillig verlassen. Nach einem Trikotzupfer sah er in der 71. Minute Gelb-Rot, nachdem er nur eine Minute zuvor von Schiedsrichter Michael Wilske verwarnt worden war. Ein ärgerlicher Aussetzer für einen intelligenten und erfahrenen Spieler wie Hellwig, der Ingo Kahlisch deswegen auch besonders wurmte: „Da muss er cleverer sein. Er hat ihn direkt vor den Augen des Schiedsrichters gehalten."

Ärgerlich auch, weil Hellwig bis dahin eine starke Partie gezeigt und im Mittelfeld mit enormem Laufpensum und gutem Auge viele Löcher gestopft hatte - und er war es auch, der die beiden besten Chancen für Optik aus dem Spiel heraus hatte. Die erste in der 11. Minute: Nach einer Ecke köpfte er knapp neben das Tor.

Ansonsten waren die Rathenower vor allem bei Kontern gefährlich, das schnelle Umschaltspiel war durchaus nett anzusehen, brachte den FSV aber zu selten vor's gegnerische Tor. Lok-Keeper Benjamin Kirsten, Sohn von Stürmerlegende Ulf Kirsten, bekam nicht viel auf seinen Kasten. Auf der anderen Seite taten sich aber auch die Gastgeber schwer. Bis auf zwei Gelegenheiten, die Bjarne Rogall gegen den Ex-BFCer Matthias Steinborn stark parierte, blieben die Blau-Gelben blass.

Das änderte sich auch nach dem Seitenwechsel nicht. Doch gerade als die bis dahin sehr geduldigen Heimfans anfingen zu murren, köpfte Nicky Adler völlig unbedrängt zum 1:0 ein. Aber Optik ließ sich nicht verunsichern und hielt dagegen. Bei einem Distanzschuss von Süleyman Kapan in der 59. Minute fehlten nur die berühmten Zentimeter. Zehn Minuten später kam Leon Hellwig nach einer Ecker wieder frei zum Kopfball, verfehlte aber den Kasten ebenso knapp wie in der ersten Halbzeit - kurz darauf war für ihn Feierabend.

Dennoch bekam Optik noch die Riesenchance auf den Ausgleich. Nachdem Leipzigs Paul Schinke den Ball an die Hand bekommen hatte, übernahm Murat Turhan die Verantwortung und trat zum Elfmeter an. Sein Schuss war jedoch zu drucklos und zentral, so dass Kirsten keine Mühe hatte, den Ball zu entschärfen (81.). „Das ist natürlich wahnsinnig frustrierend für uns als Mannschaft, aber auch für Murat. So einen Ball müssen wir dann auch einfach mal rein machen“, zeigte sich Ingo Kahlisch am Ende niedergeschlagen.

Nachdem Benjamin Wilckes Distanzschuss kurz vor Spielende um Zentimeter am langen Pfosten vorbeigestrichen war und Nils Gottschick an Bjarne Rogall gescheitert war, war dann auch Schluss und der FSV musste die Heimreise wieder ohne Punkte antreten. Die nächste Gelegenheit, auswärts Punkte einzufahren, gibt es schon am kommenden Samstag. Dann tritt Optik bei der VSG Altglienicke an.

Tor:
1:0 Adler (53.)

Optik:
Rogall - Wilcke, Bilbija, Turan, Adewumi - Hellwig (71. GR), Kapan (G) - Akcakaya (65. Printemps), Leroy, Top (77. Weber) - Öczin (77. Turhan)