FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014. Oberligameister 2015, 2018

OBERLIGA

SPITZENSPIEL GEGEN TENNIS BORUSSIA

Sofern die Platzverhältnisse es zulassen, kommt es am Samstag im Mommsenstadion zum Spitzenspiel in der Oberliga Nord.

Der mit 42 Punkten Tabellenzweite trifft auf den Spitzenreiter, der sich bislang 45 Punkte erspielt hat. Die Gastgeber können mit einem Sieg also gleichziehen. Vorübergehend jedenfalls, denn der FSV hat ja zwei Spiele weniger absolviert. Nicht nur, aber vielleicht auch aus diesem Grund, meinte Ingo Kahlisch: "Die Meisterschaft wird doch nicht in diesem Spiel entschieden."

Erinnern wir uns an die vergangene Saison: Eine haushoch überlegene Optik-Elf stürzte den damaligen Spitzenreiter Altglienicke mit einem glatten 3:0 vom Thron. Doch die VSG hatte noch Nachholespiele in petto, gewann diese und rettete am Ende einen Punkt Vorsprung ins Ziel.

Mit dem Match beider Vereine prallen auch zwei gänzlich unterschiedliche Fußballphilosophien aufeinander. Arbeit, Schule, Studium plus Fußball, davon wird in Rathenow keinen Zentimeter abgewichen, auch bei einem eventuellen Aufstieg nicht. Bei den Veilchen herrscht bereits in der fünfhöchsten Spielklasse Vollprofitum.

In der Winterpause wurde nochmals ordentlich dazugekauft. Vor allem Karim Benyamina und Thomas Franke vom finanziell schwächelnden Lokalrivalen Viktoria 89 sind für die Oberliga Ausnahmeathleten. So ist die Favoritenrolle für TeBe kein Havelländer Zweckpessimismus, sondern einfach Realität.

Kampflos ergeben wird sich Optik freilich nicht. "Alle wissen, um was es geht, alle sind heiß auf die Partie", so der Trainer. Und Jerome Leroy legt nach: "Natürlich wollen wir da was mitnehmen. Wenn wir den Abstand auf Borussia halten, ist das noch keine Vorentscheidung, aber..." Der Kapitän lächelt schweigend, das sagt eigentlich genug.

Personell sieht es wieder besser aus als in der Vorwoche. Kevin Adewumi und Askin Yildiz trainieren wieder, könnten also mitwirken. Allerdings fehlt mit Emre Turan ein ganz wichtiger Akteur weiterhin wegen seiner Hackenprellung.

Da das Spiel ja nun am Samstag stattfindet, hofft die Mannschaft auf noch größere Unterstützung. Die Anreise für Fans ist denkbar einfach. Um 12 Uhr mit der ODEG bis Spandau, dann mit der S-Bahn fünf Stationen bis Messe Süd. Der Bahnhof liegt unmittelbar unterhalb des Mommsen-Stadions. Auch mobilitätseingeschränkte Fußballanhänger können den FSV anfeuern. Sowohl Rathenow als auch Spandau und Messe Süd verfügen über Aufzüge. Am Ziel sind es nur wenige Meter durch einen kleinen Park bis zum Eingang.