FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014

OBERLIGA

OHNE DEN ABSOLUTEN SIEGESWILLEN

Nach einer dürftigen Leistung kommt Optik beim FC Strausberg nicht über ein 0:0 hinaus.

In einem chancenarmen Spiel musste sich der FSV Optik in Strausberg mit einem 0:0 zufrieden geben. 107 frierende Zuschauer bekamen nur bescheidenes Oberliganiveau zu sehen.

Zwei Startelfdebütanten hatte Ingo Kahlisch aufgeboten: Tefvik Turan und Burak Tasar durften erstmals von Beginn an ran. Für Tefvik dauerte der Arbeitstag allerdings nur gut 20 Minuten, dann musste er mit einer Zerrung vom Feld.

Ganz zu Beginn deutete alles auf ein wahnsinnig aufregendes Spiel hin. Als fünf Minuten um waren, hatten Yildirim Kaan Bektas (knapp vorbei) und Tino Istvanic (frei durch, ganz stark pariert von Bjarne Rogall) auf der einen und Murat Turhan (scheitert mit Kopfball an Timo Hampf) auf der anderen Seite drei wirklich klare Möglichkeiten vergeben.

Danach brach der Spielfluss plötzlich ab. Strausberg zog sich zurück, verteidigte konsequent mit einer Fünferkette und Rathenow zeigte, wohl zum ersten Mal in dieser Saison, nicht den nötigen absoluten Siegeswillen. Dennoch wurde Optik feldüberlegen. Und nach 32 Minuten köpfte Murat Turhan nach einer Ecke auch ins Netz. Schiedsrichter Daniel Kresin aus Leipzig entschied aber ebenso auf Stürmerfoul wie wenig später im anderen Strafraum, als Kenan Günaydin und Emre Turan aneinandergerieten. Waren das schon nicht viele, aber wenigstens zwingende Gelegenheiten, wurde es nach der Pause noch weniger.

Die 52. Minute: Pierre Vogt stand nach einer abgefälschten Flanke total blank und verhedderte sich. Im direkten Gegenzug dribbelte sich Cüneyt Top an gleich vier Randberlinern vorbei und schoss dann über das Tor. Also Strafraumszenen ja, Torgefahr nein. Danach folgte eine halbe Stunde gepflegte Langeweile. Wenn es etwas positiv zu erwähnen gibt, dann die Disziplin des FSV - immerhin blieb der Spitzenreiter ohne Verwarnung.

Dass er auch ohne Gegentor über die Runden kam, verdankte die Mannschaft Burak Tasar, der zehn Minuten vor dem Ende bei der einzigen Möglichkeit der zweiten Halbzeit eine tolle Rettungsaktion zeigte. Bis dahin konnten die Gastgeber zwar einige Male gefällig von hinten heraus kombinieren, spätestens 30 Meter vor dem Tor wussten sie dann aber nicht mehr weiter. Doch in jener 81. Minute lief Yildirim Bektas im Konter frei durch, spielte Bjarne Rogall aus und schoss auf das leere Tor. Technisch ganz stark, wie Burak das Leder vor der Linie aufhielt.

Von Rathenower Seite kam kurz vor Ultimo noch ein Versuch aus der Drehung von Murat Turhan, bei dem der Lange nicht genug Druck hinter den Ball bekam. In den letzten Sekunden wechselten die Gastgeber dann drei Mal, um die Zeit von der Uhr zu kriegen. So blieb es beim 0:0, was beide Trainer folgendermaßen bewerteten:

Ingo Kahlisch: "Heute bin ich nicht zufrieden. Wir haben nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. So ist das im Sport, wenn nicht alle mit hundert Prozent über den Platz rennen, spielst du nur unentschieden. Und wir hätten bei der Großchance sogar verlieren können. Nun kann ich den Jungs Montag wieder was sagen und ich hoffe, die hören dann auch wieder richtig zu."

Christof Reimann: "Unser Fazit ist sehr positiv. Wir hatten eine schwere Trainigswoche mit vielen Verletzten. Das war heute eine Teamleistung, jeder für jeden. Wir haben das taktisch gut umgesetzt, der Boden kam uns auch ein Stück weit entgegen. Ich denke, das 0:0 geht insgesamt in Ordnung."

Optik: Rogall – Watanabe, E. Turan, Tasar, Wilcke – Ortiz, Langner – T. Turan (24. Adewumi), Kapan, Top – Turhan