FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014

LANDESPOKAL

MIT RINGHOF INS ACHTELFINALE

Eine gute erste Hälfte reicht Optik gegen starke Sachsenhäuser für den Einzug ins Achtelfinale .

Nachdem Grün-Weiß Brieselang bereits in der letzten Runde ausschied, hat es in der zweiten Runde mit dem FC Frankfurt und Victoria Seelow zwei weitere Oberligisten erwischt. Beide unterlagen bei Teams aus der Brandenburgliga.

Der FSV Optik konnte dagegen das gleiche Ergebnis wie im Vorjahr erreichen. Bei TuS Sachsenhausen hieß es nach dem Abpfiff erneut 1:0. Damit stehen die Rathenower im Achtelfinale!

Während Aleksandar Bilbija und Marcus Stachnik nicht rechtzeitig fit wurden, stand Murat Turhan überraschend doch im Aufgebot. Er nahm nach anderthalb Wochen ohne Training aber erst einmal auf der Ersatzbank Platz. Dafür kam George Moushi zu seinem Startelfdebut.

Der Beginn war wie im Vorjahr. Optik mit Überlegenheit und ersten Chancen. Jerome Leroy und George Moushi scheiterten an Nick Schrobback. Nach etwa 15 Minuten hatte sich Sachsenhausen auf die Rathenower eingestellt. Quasi mit einer Fünfer- und einer Viererkette agierend, konnten die Gastgeber den FSV nun besser vom Strafraum fernhalten.

Offensiv aktiv wurde TuS in dieser ersten Hälfte nur zweimal. Während Andor Müller nach Eingabe von Dennis Wulff völlig freistehend eine hundertprozentige Gelegenheit vergab, endete die viel ungefährlichere Aktion für einen Rathenower tragisch. Müllers Schuss flog weit am Tor vorbei, aber Suguru Watanabe, der den Abschluss verhindern wollte, verletzte sich dabei schwer am Knöchel und musste in die Kabine getragen werden. Und das auch noch an seinem Geburtstag! Für ihn rückte Oscar Ortiz in die Viererkette.

Nach einer halben Stunde trafen die Gäste das erste Mal. Süleyman Kapan köpfte nach einem Freistoß von Jerome Leroy zur vermeintlichen Führung. Da die Fahne oben war, zählte der Treffer nicht. Von außen sah es nicht nach Abseits aus, fairerweise muss aber gesagt werden, das beide Assistenten sehr lauffleißig waren und sich eigentlich immer auf Ballhöhe bewegten. Egal, akzeptieren mussten die Spieler die Entscheidung ja sowieso.

Kurz darauf fiel ja dann auch das reguläre 0:1. "Bester Spieler war heute Julian Ringhof. Er hat enorm viele Kopfballduelle gewonnen und hinten für Ruhe gesorgt." Der Aussage von Ingo Kahlisch soll nicht widersprochen, sondern lediglich etwas hinzugefügt werden. Julian sorgte nämlich mit dem Fuß auch noch für das entscheidende Tor, als er in einen Schuss von Cüneyt Top hineinrutschte.

Nach dem Wechsel wurden die Oranienburger Vorortler mutiger, was zum einen Chancen für Dennis Wulff (gehalten) und Christopher Groll (vorbei) brachte, zum anderen Optik viel mehr Raum eröffnete. Innerhalb von Sekunden hätte die Entscheidung fallen können. Erst schoss Jerome Leroy, der sich sehr schön durchgesetzt hatte, drüber, dann landete der Heber von Süleyman Kapan über den Keeper Zentimeter neben dem Tor. Was nun auffiel - bei den Rathenowern kamen die Pässe nicht mehr an, der Ball war schnell weg. Außerdem ging es immer wieder durch die Mitte, bzw. es ging gegen die massive Deckung der Schwarz-Weißen eben nicht.

Erst nach 70 Minuten kam im Rahmen eines Dreifachwechsels bei TuS Torjäger Paul Döbbelin auf den Platz. Er hatte auch eine Möglichkeit, bei der Bjarne Rogall jedoch eine tolle Parade zeigte. Das war aber erst ganz kurz vor dem Abpfiff von Referee Nico Savoly, der lange großzügig war, um dann in einer hektischen Schlussphase neben Jerome Leroy auch vier Sachsenhausener zu verwarnen. Andor Müller vergab nochmals wie in der ersten Hälfte freistehend, auf der anderen Seite gab es eine prima Flugeinlage von Nick Schrobback beim Schuss von Süleyman Kapan.

Nach vier Minuten Nachspielzeit bedankten sich zunächst die Spieler bei den wieder gut 50 mitgereisten Rathenower Anhängern. Und als die Fans dann noch einen Kreis um Suguru bildeten und ein lautes "Happy Birthday to you" ertönen ließen, waren wirklich alle happy.

Ingo Kahlisch machte es recht kurz: "Wir sind weiter, das ist im Pokal das Wichtigste. In der ersten Halbzeit haben wir das kontrolliert und ordentlich gemacht. Mit der Leistung nach der Pause war ich nicht zufrieden, mir fehlte das Spiel über außen. Aber, wie gesagt, wir sind in der nächsten Runde."

Optik:
Rogall - Watanabe (22. Ortiz), E. Turan, Ringhof, Wilcke - Langner, Moushi - Adewumi (73. Weber), Leroy (G), Top - Kapan (86. Turhan)

Tor: 0:1 Ringhof (37.)