FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014

OBERLIGA

EIN DREIER ZUM AUFTAKT

Nach Toren von Kapan, Wilcke und Leroy siegt Optik in einem echten Kampfspiel mit 3:0 gegen Victoria Seelow.

In einer verbissenen, hart umkämpften Partie kam das verjüngte Team des FSV Optik zu einem schwer erkämpften 3:0-Sieg. Victoria Seelow war der erwartet unbequeme, kampfstarke Gegner, konnte sich vor dem Tor aber nur selten in Szene setzen.

Wer von den Neuen spielt von Beginn an? Die Frage der rund 400 Zuschauer war schenll beantwortet, die Aufstellungen lagen zeitig vor. Aleksandar Bilbija, Cüneyt Top und Nii Weber standen in der Startelf. Und hatten, genau wie ihre Kollegen, von Beginn an Schwerstarbeit zu verrichten. Ohne langes Abtasten ging es zur Sache.

Intensive Zweikämpfe, von beiden Seiten wohlgemerkt, zwangen auch Schiedsrichter Stefan Lüth aus Ludwigsfelde in seinem ersten Oberligaspiel zu höchster Aufmerksamkeit. Hinterher ist man ja bekanntlich schlauer, aber vielleicht wäre die Partie ruhiger verlaufen, wenn er zeitiger Gelb gezogen hätte. Insgesamt hatte der Unparteiische bei seinem Debut aber weitgehend alles im Griff.

Die ersten Gelegenheiten gab es hüben wie drüben per Kopf. Julian Ringhof und Pawel Zielinski verfehlten jeweils das Gehäuse. Dann eine tolle Szene von Robert Budzalek, der einen abgewehrten Ball volley aufs Tor brachte. Ebenso sehenswert war die Parade von Bjarne Rogall.

Allmählich wurde der FSV überlegen und gefährlicher. Der erste Versuch von Süleyman Kapan war noch nicht von Erfolg gekrönt. Die Eingabe von Benjamin Wilcke erwischte er nicht voll, das Leder flog deutlich am Pfosten vorbei. Kurz darauf klappte es besser. Per Kopf verwandelte Süle einen Freistoß zum 1:0 ins lange Eck. Weitere Gelegenheiten in der nun ruppiger werdenden Partie vergaben Marc Langner und Cüneyt Top.

Nach dem Wechsel störte Optik besser, kam dadurch zu vielen Ballgewinnen. Das galt jedoch auch für die Gäste. Es sah ein bißchen nach wilder Hatz aus, beide wollten vehement ein Tor. Das fiel auch, allerdings recht kurios. Benny Wilcke wollte wohl eher flanken, als schießen. Unhaltbar abgefälscht landete der Ball zum 2:0 im langen Eck.

3:0 Leroy - dachten viele, sein Freistoß landete aber auf, statt im Netz. In einer hektischen Phase, Seelow legte sich viel mit dem Referee an, dezimierten sich die Ostbrandenburger, als Simeon Apostolow nach einem brutalen Tritt gegen den Rathenower Kapitän völlig zu Recht die Rote Karte sah.

Wie so oft, in Unterzahl bekommt der Gegner plötzlich die zweite Luft. Optik hatte Glück, dass der eingewechselte Till Schubert freistehend zu überrascht für einen platzierten Schuss war. 3:0 Leroy - diesmal stimmte es. Seelos Abwehr spielte auf Abseits und Jerome ging alleine durch. Damit war der Auftaktsieg perfekt.

Sebastian Jankowski: "Der Gegner hat heute alles gemacht, um zu gewinnen, seine Chancen genutzt. Die ersten 20 Minuten waren wir gut, auch in der zweiten Hälfte haben wir gut begonnen. Aber mit dem 2:0 war die Partie entschieden. Dennoch habe ich in der Kabine gerade gesagt, wir sind bereit für die Liga und werden unsere Punkte holen."

Ingo Kahlisch: "Für einige war das noch gewöhnungsbedürftig. Wir wussten, wie schwer es wird. Trotz des 3:0 habe ich noch eine ganze Masse Potential nach oben gesehen. Nach hinten raus müssen wir unsere Möglichkeiten besser nutzen. Und wenn Seelow sich noch mehr auf Fußball konzentriert, werden sie noch besser."

RATHENOW: Rogall- Watanabe, Ringhof, Turan E., Wilcke - Langner, Bilbija (G)- Weber (G/88. Schack), Leroy (G), Top (74. Turan T.)- Kapan (G/87. Turhan)

SEELOW: Geisler - Reichelt (G/62. Fiebig/V), Jankowski, Lawrenz, Apostolow (77.) - Zielinski, Georgi, Drews (V), Matthäs - Budzalek (62. Schubert), Kruber

TORE:
1:0 (31.) Kapan
2:0 (60.) Wilcke
3:0 (87.) Leroy