FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014

OBERLIGA

4:0 NACH KAHLISCH-DONNERWETTER

Nach einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit gewinnt Optik in Klosterfelde noch mit 4:0.

Foto: Union Klosterfelde

Zum ersten Mal traf der FSV Optik auf den Brandenburgligisten Union Klosterfelde. Der Platz in Klosterfelde ist um einiges kürzer als in Rathenow, könnte von der Qualität her aber auch den Damen und Herren, die gerade in Wimbledon aktiv waren, als Spielstätte dienen. "Wie ein Teppich", urteilte Torwarttrainer Marcel Subke.

Von oben zogen sich dunkle Wolken und Donnerwetter über dem Gelände zusammen. Dasselbe galt, im übertragenen Sinn, sehr schnell auch von der Gästebank her. Nach einem offenen Schlagabtausch zu Beginn mit Chancen für Morten Jechow (ganz knapp vorbei) und Alexander Rathmann (freistehend, Bjarne Rogall hält gut) auf der einen und Tefvik Turan (gehalten von Dennis Tietz) und Süleyman Kapan (drüber) auf der anderen Seite, übernahm Union die Initiative.

In dieser Phase, so nach etwa 15 Minuten, wirkten die Rathenower pomadig. Viele scheuten die Zweikämpfe, konnten das aber auch nicht durch Passgenauigkeit kompensieren. Im Gegenteil, nur wenige Bälle erreichten den Adressaten. Dem vor dem Spiel entspannten Ingo Kahlisch platzte irgendwann der Kragen, es wurde laut. Eigentlich war die Null auf der Anzeigetafel das einzig positive für Optik nach 45 Minuten.

Nach Wiederanpfiff wurde es besser. Den tückischen Aufsetzer von Emre Turan klärte Dennis Tietz noch bravourös, kurz darauf stand es aber 0:1. Askin Yildiz bereitete gut vor, Cüneyt Top schoss ins lange Eck.

Klosterfelde wollte sofort den Ausgleich. Bei einer Doppelchance der Gastgeber bekam Lukas Kycek im Nachfassen Kontrolle über das Spielgerät - den Schuss von Tobias Marz drehte der Optik-Keeper mit wunderschöner Flugparade um den Pfosten. Da war genau eine Stunde rum. Und dann war da noch der Konter von Raif Yaman, der zwar an Kycek vorbeikam, aber am auf der Linie rettenden Julian Ringhof scheiterte.

Das war allerdings ganz kurz vor dem Abpfiff und in der Zwischenzeit hatte sich eine wie verwandelt auftretende Gästemannschaft Gelegenheiten en Masse erarbeitet: Askin Yildiz traf per Kopf den Pfosten und Murat Turhan verzweifelte fast, als er nach toller Vorarbeit von Tefvik Turan aus drei Metern drüberschoss. Doch 60 Sekunden später die Erlösung für den "Langen", eine Kapan-Ecke köpfte er zum 0:2 ins Netz.

Süleyman selbst durfte sich nicht in die Torschützenliste eintragen, seinen Versuch schlug Tim Borchert für den geschlagenen Keeper von der Linie. Dann machte Askin Yildiz im zweiten Versuch das 0:3, Tietz hatte ihm den ersten Versuch wieder vor die Füße gefaustet. Fein gemacht war auch das vierte Tor. Wieder war Tefvik Turan Ausgangspunkt für die Möglichkeit. Seine Eingabe ließ Murat Turhan passieren, verwirrte damit die Defensive, so das Cüneyt Top aus Nahdistanz leichtes Spiel hatte.

Ingo Kahlisch relativierte hinterher ein bisschen: "Na klar, dass war die siebente Einheit in dieser Woche. Aber auch wenn die Beine schwer sind, wir müssen uns trotzdem konzentrieren. Die erste Halbzeit war katastrophal, mit der zweiten war ich recht zufrieden. Wir müssen noch mehr Zucht und Ordnung über die gesamte Spielzeit reinkriegen."

Weiter geht es am Mittwoch mit alten Bekannten unter neuem Namen. Die Füchse Berlin Reinickendorf, die viele noch als Reinickendorfer Füchse kennen, waren in vielen Duellen, sowohl in der Ober-, als auch in der Regionalliga Gegner des FSV. Um 18:30 Uhr sieht man sich nun einmal wieder.

Und noch ein Datum zum Vormerken: Für den letzten freien Termin, den 2. August, wurde ein Testspiel mit dem FSV Havelberg aus der Landesklasse Sachsen-Anhalt vereinbart. Los geht es am Vogelgesang um 18 Uhr.

Bilder vom Spiel

OPTIK: Rogall (46. Kycek) - Watanabe (60. D. Krause), Ringhof, Bilbija, Wilcke (35. E. Turan) - Leroy (31. Turhan), Langner - Testspieler (46. Yildiz), Top, T. Turan - Kapan

Tore:
0:1 Top (55.)
0:2 Turhan (68.)
0:3 Yildiz (74.)
0:4 Top (80.)