FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014

OBERLIGA

BITTERER AUSGLEICH IN DER NACHSPIELZEIT

Nach zuletzt fünf Siegen in Folge muss sich der FSV Optik bei Hertha Zehlendorf mit einem 1:1 zufrieden geben.

Die Gastgeber, unter der Woche durch den Erfolg im Nachholespiel auf Rang Vier geklettert, begannen bei strahlendem Sonnenschein offensiv. Gleich zwei gefährliche Versuche gab es in der Anfangsphase. Vor allem die agressive Zweikampfführung der Berliner schmeckte Optik nicht. Es gelang anfangs selten, die zweiten Bälle zu bekommen.

Nach einer Viertelstunde beruhigte sich das Geschehen. Nach und nach erlangte Optik ein Übergewicht. Die erste Chance durch Murat Turhan wurde vergeben, die zweite war drin. Doppelpass zwischen Jerome Leroy und Dragan Erkic und letzterer schoss gekonnt flach zum 0:1 ins rechte untere Eck ab.

Es entwickelte sich danach eine Partie, die 03-Coach Alex Arsovic im Anschluss als "Zwei-Phasen-Spiel" skizzierte. Mal hatte die Hertha einige Möglichkeiten, mal Optik. Bjarne Rogall klärte mehrfach gegen Niclas Warwel, Lukas Binting kratzte für seinen schon geschlagenen Keeper den Versuch von Turhan von der Linie. Schon nach gut 20 Minuten war Jerome Leroy ohne gegnerisches Verschulden umgeknickt, versuchte es noch einmal, musste aber doch bereits vor der Pause runter.

In der zweiten Hälfte wurden die Berliner mit zunehmender Spieldauer offensiver, Optik lauerte auf Konter. Die gab es reichlich, aber der Abschluss war diesmal nicht der eines Spitzenteams. Erkic, Langner, Ucar, Turhan - alle vergaben. In der 90. Minute musste dann aber die Entscheidung fallen. Zu dritt lief der FSV gegen einen Verteidiger! Dass auch diese wirklich hundertprozentige Gelegenheit liegen gelassen wurde, rächte sich. In der letzten der angezeigten vier Nachspielminuten führte Zehlendorf einen Freistoß ganz schnell aus. Marc Zellner setzte sich im Kopfballduell durch und traf zum 1:1-Endstand.

Eine Entscheidung ist damit nicht gefallen, auch Altglienicke gewann nicht. Von Optik nächstem Gegner, dem SV Altlüdersdorf, trennte sich der Spitzenreiter 3:3.

Ingo Kahlisch: "Wir wussten, dass wir auf eine spielstarke Mannschaft treffen. Hertha hat ordentlichen Fussball gespielt. Wir wollten kompakt stehen und dann schnell über außen nach vorne kommen. Das ist uns teilweise gelungen, teilweise nicht. Nach der Führung haben wir die klarsten Konter nicht gemacht. So müssen und können wir heute auch mal mit einem Punkt leben."

Alex Arsovic: "Wir wollten auf Konter lauern, das ist gut gelungen. Es war ein sehr offenes, für die Zuschauer interessantes Spiel. Phasenweise haben wir, phasenweise Optik dominiert. Ich bin heute stolz auf meine Mannschaft. Und eines noch - so schließen sich Kreise. Als ich vor gut 20 Jahren nach Deutschland gekommen bin, war Ingo Kahlisch mein erster Trainer. Vor ihm habe ich großen Respekt. Heute standen wir nun beide an der Linie."

Optik: Rogall (G) - Watanabe, Ringhof, Turan (G), Langner - Ucar, Lindau (G/68. Kapan) - Wilcke, Leroy (37. Duljevic), Erkic (90.+1 Krause) - Turhan

Tore:
0:1 Erkic (23.)
1:1 Zellner (90.+4)