FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014

OBERLIGA

NÄCHSTES SPITZENSPIEL

Nachdem der FSV den bisherigen Spitzenreiter VSG Altglienicke stürzte, geht die Reise am Samstag zum Tabellendritten SV Lichtenberg 47.

So weit, so gut. Was allerdings nicht mehr stimmt, ist die Spielstätte. Statt der gewohnten Fahrt zum Zoschke-Stadion, direkt hinter dem ehemaligen Ministerium für Staatssicherheit in der Normannenstraße gelegen, müssen Rathenows Oberligakicker in die Bornitzstraße 83. Auf einem dort befindlichen Kunstrasenplatz wird das Spiel des Tages der Nordstaffel ausgetragen. Nun darf wieder diskutiert werden, ob das denn im Sinne der Chancengleichheit rechtens ist, doch eines darf dabei nicht vergessen werden: Wenn Samstag gespielt werden kann, gibt es eine "Englische Woche" weniger für Optik.

Die Wurzeln des heutigen SV Lichtenberg 47 gehen im weitesten Sinne auf den 1923 gegründeten LSC Germania zurück, welcher auf Druck der Nationalsozialisten 1934 mit anderen Vereinen zwangsvereint wurde. Am 26. April 1947 wurde der SC Lichtenberg 47 ins Leben gerufen, um damit einen neuen Abschnitt im Lichtenberger Fußball zu beginnen. 1950 wurde der SC Lichtenberg 47 zusammen mit Union Oberschöneweide und VfB Pankow in die DDR-Oberliga eingegliedert.

In der höchsten Spielklasse der DDR konnte sich Lichtenberg 47 nur eine Saison halten und landete 1952 in der Bezirksliga. In diese Zeit fällt auch die Änderung des Vereinsnamens in SG Lichtenberg 47. Bis zur Wende pendelte die später EAB Lichtenberg genannte Truppe zwischen Bezirks- und DDR-Liga. Seit 2012 gehören die Ostberliner zur NOFV-Oberliga. Trainer ist mit Uwe Lehmann einer, der als Aktiver unter Ingo Kahlisch bei unserem Verein spielte.

Bei Optik muss man schauen, ob sich bis zum Wochenende jemand krank meldet. Nicht unnormal beim Rathenower Konzept: Süleyman Kapan fehlte zwei Tage im Training wegen eines Arbeitsschutz-Lehrgangs. Ob Caga Aslan wieder dabei sein kann, stand bis Redaktionsschluss nicht fest. Schiedsrichter der Partie ist Tim Kohnert aus Ballenstedt, der erst kürzlich beim Test in Halberstadt ein Spiel des FSV pfiff.

Wer Optik unterstützen will: Von Berlin-Jungfernheide aus mit der Ringbahn S 41 bis Storkower Straße, dann mit dem Bus 240 (wird dort eingesetzt, kann man nichts verkehrt machen) bis zum Betriebshof Lichtenberg. Von dort sind es nur wenige Meter bis zum Kunstrasenplatz. Anpfiff ist um 13 Uhr.