FSV OPTIK RATHENOW

Brandenburgischer Landespokalsieger 2013, 2014

OBERLIGA

AUSWÄRTS AUF BETONPLATTE

Am Sonntag muss Optik beim CFC Hertha nicht nur auf Kunstrasen antreten, sondern wahrscheinlich auch auf seine besten Torschützen verzichten.

Nicht mit der Spitzengruppe, in der auch der FSV Optik vertreten ist, sondern mit Rathenows nächstem Gegner beschäftigte sich das Fachorgan "Fußball-Woche" in seinem Leitartikel. Was war passiert? Vor sechs Wochen führten die Charlottenburger sensationell die Tabelle an. Nachdem der Fast-Absteiger des Vorjahres nun "normal" platziert ist, Siebenter mit zehn Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsrang, war Keskin Vereinsboss Ergün Cakir plötzlich nicht mehr gut genug.

So wird Ingo Kahlisch am Sonntag der sportliche Leiter der 06-er, Nart Kovulmaz, als Trainerkollege begegnen. Auch wenn der eine dann 26 Jahre und der andere sechs Tage im Amt ist - Personalprobleme haben beide. Die Gastgeber müssen auf zwei Gelbgesperrte Aktive verzichten.

Beim FSV sah es unter der Woche auf dem Trainingsplatz recht übersichtlich aus. Martin Weber und Kwasi Boachie sind noch immer verletzt. Murat Turhan hat die Grippe erwischt, da sieht es für Sonntag ganz schlecht aus. Da auch Dragan Erkic nicht trainierte, könnte es diesmal vorne echt Probleme geben. Aber nicht nur da. Suguru Watanabe ist aus familiären Gründen eher als geplant nach Japan zurückgekehrt, soll im Januar jedoch wieder zur Mannschaft stoßen.

Sorgen - die betreffen allerdings beide Teams - macht auch der Platz. Wie fast alle Berliner Vereine ist Hertha 06 vom Bezirkssportamt abhängig. Es gibt einen ordentlichen Rasenplatz, doch in Berlin werden diese Spielstätten so oft gesperrt, wie in keinem anderen Bundesland. Klar, als Oberligist bekommt man eine Ausweichmöglichkeit. Aber was für eine? Gespielt wird in der Brahestrasse 6-8. Das ist ein Schulsportplatz, den Insider einfach als "Betonplatte mit Filzüberzug" bezeichnen.

Klarkommen müssen beide Mannschaften und Schiedsrichter Daniel Kresin aus Leipzig damit. Und da man ja nicht mit einer Negativmeldung aufhören soll: Für die Fans wird es das einfachste Auswärtsspiel. Um 11:08 Uhr mit dem Zug bis Jungfernheide (Ankunft 11:56) und dann nicht mal zehn Minuten Fußweg bis zur Brahestrasse.